24.08.2013 Heißausbildung in Tangendorf

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(Bericht,Foto: Mathias WIlle, GPW) Die Brandbekämpfung im Inneren brennender Gebäude gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten eines Feuerwehrmannes bzw. einer Feuerwehrfrau. Die Samtgemeinde Salzhausen stellte daher jetzt die finanziellen Mittel zur Verfügung, um eine sogenannte Heißausbildung in einer mobilen Brandgewöhnungsanlage – dem sogenannten „Fire Dragon“ - durchzuführen.
Um im Ernstfall die eigenen Grenzen aber auch die der persönlichen Schutzkleidung zu kennen, sowie die richtige taktische Vorgehensweise zu erlernen, absolvierten am vergangenen Sonnabend und Sonntag in Tangendorf fast 120 Atemschutzgeräteträger der elf Salzhäuser Wehren erstmal dieses anspruchsvolle Training.
Gemeindeausbildungsleiter Dirk Stuhlmacher und sein Stellvertreter Niko Lauer hatten gemeinsam mit der Feuerwehr Tangendorf unter Leitung von Ortsbrandmeister Jörn Petersen alle Vorbereitungen getroffen, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicher zu stellen.
Bereits früh am Morgen stiegen nach einer kurzen Einweisung die ersten Feuerwehrleute in Zweier- oder Dreiertrupps über das Dach in die vollständig verrauchte Anlage ein. Viel Zeit zur Orientierung blieb ihnen nicht, denn bereits kurz darauf loderten an allen Ecken und Ende Flammen, die es nun zu bekämpfen galt. In der engen Anlage stiegen dabei die Temperaturen am Boden schnell auf über 100 Grad an. Bei einer simulierten Rauchgasdurchzündung, dem sogenannten Flashover, rollte eine Flammenwand mit über 800 Grad Celsius über die Brandbekämpfer hinweg.
Nach gut zehn Minuten war jeder Durchgang beendet und erschöpft stiegen die Atemschutztrupps von der Anlage herunter. Einer kurzen Erholungspause mit kühlen Getränken folgte eine Nachbesprechung mit einem Ausbilder der Kreisfeuerwehr, der die Übung aus dem Leitstand beobachtet hatte und noch manch guten Tipp anbringen konnte.
„Mit dieser Veranstaltung haben wir einen großen Schritt in der Ausbildung unserer Atemschutzgeräteträger getan! Sie wird die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung der Samtgemeinde erheblich verbessern.“, so Salzhausens Gemeindebrandmeister Dieter Mertens, der sich bei Rat und Verwaltung für die Unterstützung bedankt.


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