01.08.2007 JF-Zeltlager im polnischen Bialy Bor

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(Text/Fotos: Mathias Wille, SGPW) Erschöpft aber zufrieden kehrten jetzt die Jugendwarte, Betreuer und Jugendfeuerwehrleute der Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde Salzhausen vom Gemeindezeltlager in Salzhausens Partnergemeinde Biały Bór / Polen zurück. Auch Gemeindejugendwart Mathias Wille zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Zeltlagers: „Die ganze Veranstaltung ist ohne größere Probleme über die Bühne gegangen und die Kleineren konnten mit Hilfe unserer polnischen Helfer rasch gelöst werden.“ Gestartet waren die 120 Betreuer und Jugendlichen am frühen Sonntag morgen. Per Bahn ging es von Harburg bis ins polnische Szczecinek, wo bereits drei Busse warteten, um die jungen Brandschützer nach Biały Bór zu fahren. Dort angekommen, konnten sofort die von einem 13-köpfigen Vorkommando am Ufer eines großen Sees aufgebauten Zelte bezogen werden. Am Abend hatte die Gemeinde Biały Bór dann zu einer offiziellen Begrüßung in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Hier gab es Leckereien vom Grill und Getränke und so fielen die Kinder später satt und müde in ihre Schlafsäcke. 

Am nächsten Tag stand dann zunächst die Erkundung der Umgebung auf dem Programm. Bei bestem Sommerwetter wurde auch der See ausgiebig zum Baden und zum fahren mit Kanus und Tretbooten genutzt. Für die nächsten Tage standen diverse sportliche Wettbewerbe, wie Völkerball und Tamburello auf dem Programm. Da das Wetter leider nicht immer mitspielte, stellte die Gemeinde kurzfristig die Sporthalle der Schule Nr. 1 zur Verfügung. Hier konnten spannende Spiele auch unter Beteiligung polnischer Schüler durchgeführt werden. 

Die Schule Nr. 1 sorgte außerdem für die warme Mittagsverpflegung, die in der Küche zubereitet und entweder in Thermen ins Zeltlager geliefert oder direkt im Speisesaal der Schule ausgegeben wurde. Bereits am dritten Tag bedankten sich die Jugendwarte mit einem großen Blumenstrauß und Pralinen für die hervorragend zubereiteten Mahlzeiten bei den Damen in der Küche. Besonderen Anklang fand bei den Jugendlichen die Lagerdisco, die aufgrund der Staatstrauer in Polen wegen des schweren Busunglücks in Frankreich kurzfristig verschoben werden musste. Wenn es auch sprachliche Barrieren zwischen den Kindern gab, auf der Tanzfläche war all das kein Problem mehr! Ein Malwettbewerb und eine Wanderung rund um den See, inklusive der Besichtigung der alten Bunkeranlagen des Pommernwalles rundeten das Programm ab, bevor am Freitag mit einem Wettbewerb zwischen den deutschen und fünf polnischen Jugendfeuerwehren der Höhepunkt des Lagers erreicht wurde. In mehreren Disziplinen maßen die Jugendwehren ihre Kräfte und zum Schluss konnte die JF Vierhöfen hinter zwei polnischen Gruppen den dritten Platz erringen. 

Bevor es dann langsam aber sicher an die ersten Abbauarbeiten im Lager ging, konnte Gemeindejugendwart Wille noch den begehrten Lagerpokal überreichen. Sieger wurde hier die Jugendfeuerwehr Salzhausen vor Tangendorf und Gödenstorf-Oelstorf. Als am nächsten Morgen um viertel vor sechs die Busse zum Transport zum Bahnhof vorfuhren, war ein Großteil des Lagers bereits abgebaut. Seit halb fünf waren alle auf den Beinen gewesen und hatten in Windeseile die Zelte abgebaut und zusammen mit dem Gepäck auf den bereitstehenden Sattelzug verladen. Die restlichen Arbeiten übernahm dann eine Nachhut, sodass um acht Uhr nur noch einige Trampelpfade und das gelbe Gras auf den Zeltstellflächen an das Gemeindezeltlager 2007 erinnerten.

Alle waren sich einig, dass es eine gelungene Veranstaltung war und vielleicht wird es in einigen Jahren wieder heißen „Dzien dobry, Biały Bór!“


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