Chronik

Zum 75-jährigen Jubiläum unserer Feuerwehr im Jahre 1996 schrieb Hermann Dieck in Zusammenarbeit mit Bernd Keller eine Chronik unserer Feuerwehr, die von den Anfängen der Wehr bis in die heutige Zeit reicht.

In Auszügen möchten wir Ihnen die wichtigsten Ereignisse auf unserer Homepage einmal darstellen.

Wer die gesamte Chronik lesen möchte, kann sich auch gerne an uns wenden, da noch einige Exemplare im Gerätehaus verfügbar sind.


1921
 
Am 23. August wird die Feuerwehr Gödenstorf gegründet. Die Oelstorfer kommen erst 1934 hinzu. 
>> zur Gründungsurkunde

1924 
Im Sommer gab es den ersten großen Einsatz. Am heutigen Garstedter Weg (heute H.J. Deepe) brannte das Wohnhaus der Familie Helms. 

1927 
Im Herbst wird der erste Feuerwehrball gefeiert. Die Garlstorfer Wehr wird dazu eingeladen. Man wusste, dass Feiern die Kameradschaft stärkt, und so gibt es in unregelmäßigen Abständen solche Feste. 

1934 
Die beiden selbständigen Gemeinden wurden zusammengelegt, nun auch die Feuerwehr. Die Oelstorfer taten bis jetzt in einer Zwangsfeuerwehr ihren Dienst, welche dann aufgelöst wurde, aber die alte Handdruckspritze blieb dennoch im Oelstorfer Gerätehaus (heute Reimer Dithmers Garage). Mit dem strengen Kommando des Vizehauptmanns Heinrich Lübberstedt kamen die Oelstorfer zuerst nicht zurecht. Bei ihnen wurde noch geraucht und erzählt. Da kam Heinrich und rief: „Was ist das denn hier für ein Sauhaufen, im Dienst wird nicht geraucht!“.

Eine Woche später musste man schon einen großen Einsatz gemeinsam durchstehen. Das große Bauernhaus von Wilhelm Petersen (Brunsbur) brannte lichterloh


   FOTO: Die Brandruine von Brunsbur am nächsten Morgen.

1936 
Bisher war es ganz gut gelaufen zwischen Gödenstorfern und Oelstorfern. Aber auf einmal brach der Oelstorfer „Nationalstolz“ wieder hervor. Was war geschehen? Die Schläuche sollten neue Kupplungen bekommen, dazu sollten die Oelstorfer für die alte Spritze nur 100m Schlauch behalten. Fritz Peper als Zeugwart Oelstorf verweigerte die Herausgabe. Aus Protest forderte er die Oelstorfer bei der nächsten Übung zum Streik auf. Damit es nicht nach Streik aussah, inszenierte man eine Geburtstagsfeier. Sie hatten aber nicht alle eingeladen. Prompt kamen am Übungsabend zwei Gödenstorfer zur Kontrolle. Eine Geburtstagsfeier war ein Grund zur Entschuldigung. Aber wo waren die anderen? Bei der weiteren Kontrolle sagte dann einer der nicht eingeladenen Oelstorfer: „Menkenbur hett seggt, wei schüllt nich na de Übung gahn“. Der Eklat war da. Der Kreisbrandmeister wurde informiert und der Oberfeuerwehrmann Peper wurde degradiert und musste die Schläuche in einem Handwagen nach Gödenstorf bringen. 

So etwas ist dann bis heute nicht mehr passiert. Wir freuen uns heutzutage über eine gute Kameradschaft zwischen beiden Dörfern. 

 

1937
Wieder ein Großbrand in Gödenstorf: Waldbauer Gustav Harms brennt bis auf die Grundmauern nieder. 


  FOTO: Die Überreste des Hauses von Waldbauer nach dem Brand.

 

1939 
Die Gödenstorfer Wehr erhält eine Motorspritze. Es war eine TS 8 von Magirus mit Anhänger, damals mit Holzrädern versehen. 
Während des 2. Weltkrieges musste sehr oft Alarm gegeben werden. In den letzten 2 Kriegsjahren fast täglich, wenn Feindbomberverbände Hamburg oder andere Städte angriffen. Bombenabwürfe gab es in Gödenstorf und Oelstorf nur einmal. In Oelstorf hinter der Bahn fiel ein Bombenteppich von elf Stück auf den Acker.

 1951 
Die aktive Wehr war auf ca. 30 Mitglieder angewachsen. Jetzt wurden die Vorbereitungen für die 30-Jahr-Feier getroffen. Die große Zeit der Wettkämpfe brach an. Am 8. Juni 1951 fand das Fest in Bornemanns Weide und bei Isernhagen statt. Es gab Wettkämpfe und einen großen Ummarsch durch Gödenstorf und Oelstorf. Abends fand ein Ball bei Isernhagen in Saal und Zelt statt.

1952 
Auf der Jahreshauptversammlung am 21. März 1952 stellen die Oelstorfer Kameraden den Antrag, die Wehr in Freiwilligen Feuerwehr Gödenstorf-Oelstorf umzubenennen. Der neue Name wird einstimmig beschlossen! 

       FOTOS: FF Gödenstorf-Oelstorf um 1950

1959 
Es ist ein Dürresommer fast ohne Regen. Bis am 14. August gegen Abend plötzlich ein Gewitter aufzieht. Es gibt einen Wolkenbruch mit extrem viel Regen innerhalb von 20 Minuten. Diverse Keller sind vollgelaufen. Beim Auspumpen gibt die alte Pumpe ihren Geist auf. Nun kaufen die beiden Gemeinden eine neue TS8 mit VW-Motor. 

1968 
Der Oelstorfer Gemeinderat schließt sich der Gemeinde Salzhausen an. Die Oelstorfer kündigen den Löschverband mit Gödenstorf. Aber die Feuerwehrkameraden möchten mit großer Mehrheit in Gödenstorf bleiben. Die Ehe war also doch fester als man dachte, die Kriege von früher waren vergessen. 

1973 
Die Wehr bekommt ein Fahrzeug. Das gebrauchte LF 8 der FF Garstedt aus dem Jahr 1941. 

1974 
Am 3.März wird eine Jugendfeuerwehr gegründet. Egon Dieck wird Jugendwart und beschäftigt sich intensiv mit den jungen Menschen. Die ersten Jugendfeuerwehrleute sind: 
Eckhart Tödter, Rainer Meyer, Matthias Harms, Ulrich Lange, Hartwig Richter, Udo Petersen, Helmut Schlegel, Jürgen Deepe, Thomas Speer, Rolf Heuschkel, Hermann Hartig, Stefan Jost, Henning Schwieger, Werner Richter. 

1976 
Auf der Versammlung im Frühjahr 1976 kommt es zu einer konkreten Zusage der Samtgemeinde, das Gerätehaus neu zu bauen. Die Kameraden verpflichten sich, viele Eigenleistungen zu erbringen. Die Gemeinde Gödenstorf kauft den Bauplatz. 

1980 
Es gibt wieder viel gemeinsame Arbeit mit dem Bau der Köhlerhütte an der Hüffstelle. Auch die Landeskirchliche Gemeinschaft beteiligt sich. Die Köte wird ein vielbenutzter Fest- und Veranstaltungsort. 

1988 
Die rechte Seite des Gerätehauses wird zu einem Gemeinschaftsraum umgebaut und die Verlängerung nach Norden nimmt den Sanitärbereich und eine Küche auf. Wieder wird die ganze Arbeit in Eigenleistung der Kameraden erbracht. Die Gemeinde zahlt die Materialien.

1991
Gödenstorf-Oelstorf richtet die Gemeindewettbewerbe aus.


  (FOTO: Wettbewerbsgruppe der FF Gö.-Oe. 1991)


1993 
Die Gödenstorf-Oelstorfer richten die Wettbewerbe der Jugendwehren des Kreises für den Hermann-Witthöft-Pokal aus. Zentraler Platz war das Möbelhaus Michaelis in Oelstorf. 600 Jugendfeuerwehrleute mit ihren Betreuern waren dabei. 

1998 
Wir bekommen ein neues Fahrzeug. Ein TSF-W von Mercedes. Unser altes LF wird verkauft. 
In Gödenstorf ereignet sich einer der größten Brände unserer Geschichte. Das mit Reet gedeckte Bauernhaus von Langes brennt bis auf die Grundmauern ab. 

(FOTOS und Zeitungsbericht)

          Zeitungsbericht.pdf

2000 
Der Förderverein wird gegründet damit man nicht mehr komplett auf das Geld der Gemeinde angewiesen ist. Der 1. Vorsitzende ist Helmut Keller. 

2001 
Die erste große Anschaffung durch den Förderverein wird durchgeführt. Ein MTW (Mannschaftstransportwagen) wird komplett aus Spendengeldern finanziert. 

2003 
Das Gerätehaus bekommt einen weiteren Anbau. Eine Fahrzeughalle für den MTW. In Salzhausen brennen zwei große Gebaeude, naemlich der Landmaschinenhandel Huenert&Kramp sowie das Wohn-und Geschäftshaus von Duever mit dem Edeka. 

2006 
Die Wettbewerbsgruppe bildet nach langer Zeit mal wieder 2 Gruppen und kann sich auf Anhieb mit beiden Gruppen für den Kreiswettbewerb qualifizieren. Unsere Homepage geht online.

2007 
Am 7.7.2007 findet in Gödenstorf auf dem Gelände der Landeskirchlichen Gemeinschaft der Gemeindefeuerwehrtag statt, den wir ausrichten. Anschließend wird dort noch bis in die Nacht hinein gefeiert.

 

2010 
Der MTW wird mithilfe des Fördervereins durch einen modernen Mercedes Sprinter ersetzt. Zwei Großeinsaetze in Garlstorf sind abzuarbeiten. Im Maerz brennt ein großes Reetdachhaus, im Oktober schlagen Flammen aus dem Dach der altehrwürdigen Gaststaette "Waldklause"

 

2017 
In Salzhausen hält uns einer der bislang groeßten Einsaetze unserer Geschichte auf Trab. Der "Josthof" brennt komplett nieder.